GOTT ist treu

GOTT ist treu

Sehr geehrter Leser, Treue ist eine Tugend, welche die Verlässlichkeit eines Menschen gegenüber einem anderen oder einer Gruppe beschreibt. Treue begründet Loyalität und basiert auf Vertrauen und Zuneigung zu einem Gegenüber, welcher beispielsweise ein Ehepartner, Partner, Freund, der Freundeskreis, ein Kollege, Vorgesetzter oder ein Unternehmen sein kann. Treue unter Partnern sollte selbstverständlich sein. Bei einer zwischen 1990 und 2018 in Österreich durchgeführten Umfrage zu den wichtigsten Punkten einer guten Ehe oder Partnerschaft stimmten im Jahr 2018 80% der Befragten der Aussage zu, dass Treue ein sehr wichtiger Punkt für eine gute Ehe oder Partnerschaft ist. 1990 waren es noch 83 Prozent. Uns Menschen fällt es mitunter schwer treu zu sein.

Es  gibt aber einen der absolut treu ist und das ist GOTT. Das untermauert die folgende Begebenheit aus dem Wort GOTTES, die ich hier anführen will:

Wir schreiben das Jahr 600 vor Christus. Die Chaldäer, ein Volk das sich seine eigenen Götter machte und diese anbetete - sie lebten im heutigen Irak – überfielen unter der Führung von König Nebukadnezar das Land Judäa und zerstörte es. Sie zerstörten die Stadt Jerusalem und deren Stadtmauern, plünderten den Tempel und zogen eine Spur der Verwüstung über das ganze Land. Wie immer bei solchen Kriegen wurde die Bevölkerung misshandelt, viele wurden getötet und tausende gefangen nach Babylon weggeführt. Unter diesen waren vier noch sehr junge Männer. Deren Namen waren Daniel, Hananja, Misael und Asarja. Die Namensgebung war damals etwas anders als heute. Wir haben jeder einen Vornamen und einen Familiennamen. Das gibt es aber auch noch nicht so sehr lange. Bis ins Mittelalter war im deutschen Sprachraum auch nur ein einziger Name üblich. Beim Volk Israel wurden Namen ausgewählt, die eine spezielle Bedeutung hatten. Übersetzt man die vier Namen der 4 Jugendlichen so heißt:

Daniel: GOTT ist mein Richter!

Hananja: GOTT ist gnädig!

Misael: Wer ist wie GOTT?

Asarja: GOTT hilft!

Diese vier jungen Leute liebten ihre Heimat und liebten GOTT und waren schön, begabt, weise, klug, verständig und von königlicher Abstammung. Sie sollten am Hofe des Königs Nebukadnezar dienen und daher in Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichtet werden. Dem König Nebukadnezar missfiel aber deren Glaube an GOTT und so wollte er die Liebe und Treue zu GOTT aus ihren Herzen ausrotten. Die Vier kannten die Bedeutung ihrer Namen und wann immer sie mit ihren Namen gerufen wurden erinnerten sie sich daran, dass GOTT mit Ihnen ist. So erinnerte GOTT z.B. den Asarja immer daran, dass er ihm hilft, oder den Daniel, dass GOTT aller Menschen Richter ist. Wie gesagt, es missfiel dem Nebukadnezar und so startete er ein Umerziehungsprogramm und gab ihnen anderen Namen und zwar solche, die auf die im Land verehrten Götzen hinwiesen:

Daniel = GOTT ist mein Richter! Nannte er Beltsazar: Baal beschütze sein Leben.

Hananja = GOTT ist gnädig! Nannte er Sadrach: Der Befehl des Aku.

Misael = Wer ist wie GOTT?  Nannte er Mesach: Wer ist wie der Mondgott Aku?

Asarja = GOTT hilft! Nannte er Abednego: Sklave des Nabu =  ein babylonischerr Götze der Weisheit.

Das Reich der Chaldäer in das sie gefangen weg geführt wurden war heidnisch und sehr im Götzendienst verstrickt. Die gefangenen Israeliten sollten zu diesen Götzen bekehrt werden. Es vergingen Jahrzehnte und es wurde ihnen täglich eingetrichtert, dass ihnen ihr GOTT nicht mehr helfen kann, da sie nun dem Götzen Aku unterstellt sind. Die vier Jugendlichen waren gut ausgebildet worden und drei davon waren als Verwalter in den Bezirken des Landes eingesetzt worden. Es schien so, als hätte das Umerziehungsprogramm geklappt und der Glaube an den lebendigen GOTT wäre verschwunden. So ließ Nebukadnezar in seinem Machtrausch ein goldenes Standbild (30x3m) anfertigen und erließ den Befehl, dass jedermann im Reich – natürlich auch die gefangenen Israeliten – zur bestimmten Zeit dieses anbeten musste. Wer das nicht tat musste mit einer furchtbaren Todesstrafe rechnen, die darin bestand in einen glühenden Feuerofen geworfen zu werden. Tausende in diesem Reich folgten dem Befehl aus Furcht um ihr Leben - bis auf einige. Dies kam dem König Nebukadnezar zu Ohren und auf Nachfrage erfuhr er, dass es die drei Freunde Daniels waren, Diese waren in eine schwierige Situation geraten und mussten mit der Todesstrafe rechnen.. Die Strafe war in den Feuerofen geworfen zu werden. Dieser wurde sieben Mal heißer angeheizt. Was war die Reaktion der drei Freunde? Sie hielten weiterhin fest an ihrem Glauben an GOTT und beteten voll Vertrauen zu ihm. Sie bezeugten vor dem König: „Koste es was es wolle, GOTT ist mächtig uns aus diesem glühenden Ofen zu retten. Und wenn er es nicht tut, so ist es auch richtig, aber wir werden deine Götter, Nebukadnezar nicht anbeten“. Sie hielten unerschütterlich fest an ihrem Glauben an den lebendigen GOTT. Sie wussten nicht wie GOTT ihnen helfen würde, aber sie wussten, dass GOTT ihnen auf jeden Fall in irgendeiner Weise helfen wird. Auf Befehl des Königs wurden sie in den Feuerofen geworfen. Doch was geschah, die drei Freunde gingen in dem Feuerofen hin und her und verbrannten nicht. Der König war davon tief erschrocken, ließ sie aus dem Feuerofen herausholen und musste feststellen, dass sie keinen Brandgeruch an sich hatten, ja nicht einmal ein Haar ihres Hauptes angesengt war. GOTT  hatte sich an ihnen verherrlicht und seine Treue an ihnen erzeigt. Das Wort GOTTES berichtet uns immer wieder von GOTTES Treue.

Dies geschah vor etlichen hundert Jahren Wie schaut das heute aus? Hat GOTT heute noch ebenso diese Treue den Menschen gegenüber? Ja, die hat er, denn GOTT ist gestern, heute und morgen derselbe. Sein Wesen ist unveränderlich. Er steht zu seinen Versprechen. Seine Treue zeigt sich in dem Versprechen, den Menschen einen Retter zu senden. Das tat er indem er seinen Sohn JESUS CHRISTUS sandte.

Treue gründet sich aber auf Beziehung. GOTT will mit den Menschen eine Beziehung haben. Das heißt, wenn sie GOTTES Treue erfahren und auch konkret erleben möchten, dann müssen sie in einer Beziehung mit IHM leben. Dann wird es für sie real, was er verheißen hat, nämlich, dass ER allezeit bei ihnen sein wird. Auch in den schlechten Zeiten, in Notsituationen, in Glaubensprüfungen sind sie nie allein. Sein Stecken und Stab trösten sie sagt der Psalmist. ER hält sie trotz ihres Aufbegehrens und lässt sie nicht los. Sie können IHM zu hundert Prozent vertrauen, weil ER es in seinem Wort sagt.

Wie kommen sie in eine Beziehung mit GOTT? Diese Beziehung geht nur über JESUS CHRISTUS.

Dieser sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater außer durch mich“. GOTTES Treue kann nur erfahren werden durch den Glauben an JESUS CHRISTUS. Wenn sie erkannt haben, dass sie ihr Leben bis jetzt ohne GOTT gelebt habe, dann bedarf es lediglich eines von ganzem Herzen ehrlich gesprochenen Gebets das wie folgt lauten kann:

"Vater, ich danke Dir, dass Du mir gezeigt hast, dass ich mein Leben selbst bestimmt habe und dadurch von Dir getrennt bin. Danke, dass Du mir diese Schuld vergibst und mich auf Golgatha in JESUS CHRISTUS völlig erlöst hast. Ich nehme dieses Geschenk der Erlösung in kindlichem Glauben für mich in Anspruch und unterstelle mein Leben ab sofort Deiner Herrschaft."

Allein zu sagen: ich glaube an GOTT ist zu wenig. JESUS CHRISTUS ist für jeden Menschen gestorben, denn jeder Mensch ist vor GOTT sündig und dadurch ist die Beziehung zu GOTT nicht vorhanden. Aber für denjenigen, der sein Leben im Glauben JESUS CHRISTUS anvertraut und unter seine Führung stellt, wird GOTTES Treue ganz real erlebbar. Das wünsche ich Ihnen.

G.S.



Geschrieben am 24.05.2020